die besten Teile

Wir wollen nicht darauf eingehen, warum man den schnellsten oder besten Gaming-PC benötigt oder haben möchte. Sondern wie man den schnellsten bzw. besten Gaming-PC baut. Hierbei gilt: Der schnellste Gaming-PC muss nicht der teuerste sein! Man benötigt zwar durchaus ein gewisses Budget, doch ab einem gewissen Bereich muss teurer nicht immer schneller sein. Trotz alledem sollte man natürlich nicht die billigsten Komponenten von No-Name-Herstellern einsetzen, sondern etablierte, hochwertige Markenprodukte wie z.B. von ASUS, MSI, Gigabyte, Corsair, Fractal Design oder be-quiet! einsetzen. 

Zielsetzung: Benchmark Ranking in den Top 1 % bei allen Disziplinen

Wenn ein Rechner in allen Benchmark-Disziplinen an der Spitze liegt, dann sollte hier genug Leistung vorliegen, mit welcher man die Aussage treffen kann: Mein PC ist der schnellste! Der oberste Platz eines Benchmark-Rankings kann mit einem Desktop PC zu Hause niemals erreicht werden, da diese Plätze häufig von Prototypen oder neuen Produkten eingenommen werden, welche nicht auf dem Markt käuflich sind oder erst in Zukunft auf den Markt kommen.

Wir konzentrieren uns nun auf die eine Top-Platzierung, welche 99 Prozent aller Systeme schlägt. Wir wollen aus in den Top 1 Prozent oder sogar höher ranken. Folgende Disziplinen sind zu berücksichtigen:

  • CPU - Höchste Geschwindigkeit bei einzelnen Kernen und alle Kerne zusammen.
  • 2D Grafik - In aktuellen Spielen zwar nicht mehr so wichtig, aber weiterhin notwendig für Bildberechnungen und Videos
  • 3D Grafik - Die Königsdisziplin. Hier ist ein Topergebnis fürs Gaming zwingend erforderlich
  • RAM - Nicht nur die Taktfrequenz, sondern auch die Latenz ist hier enorm wichtig
  • Disk - Schneller SSD Speicher wirkt sich unmittelbar auf die Ladezeiten.

Wie wird gemessen? Für einen weltweiten Vergleich wird das Tool PASSMARK verwendet. Hier kann ein schneller Vergleich in allen Disziplinen erfolgen.

Auswahl des Gehäuses

Viele fragen sich jetzt vielleicht: Was hat die Auswahl eines PC-Cases mit der Leistung und Performance des Gaming-PCs zu tun?

Auf die Kühlung kommt es an! Moderne Hardwarekomponenten haben integrierte Schutzmechanismen, welche ein Durchbrennen bzw. Zerstören der Bauteile verhindern. Wird auf einem PC viel Leistung abgerufen, so erhöht sich die Temperatur der Komponenten. Erreichen diese bestimmte Schwellenwerte, so greift der Schutzmechanismus des jeweiligen Bauteils. Dies führt regelmäßig dazu, dass z.B. die CPU oder Grafikkarte herunter takten und dadurch langsamer werden. Plötzliche Leistungseinbrüche sind die Folge. Gute Luftdurchströmung und wegführen der Abluft von Bauteilen aus dem PC heraus sind ein Schlüssel für hohe Leistung. Wir verwenden hierfür das Gehäuse POP AIR XL von Fractal Design. Es verfügt über große Lufteinlässe an der Front (3x120mm Lüfter oder einen 3-fach Radiator), an der Oberseite (2x140mm oder 2-fach Radiator), am Heck (1x140mm), sowie separate Lufteinlässe für das Netzteil von der Unterseite.

Die Grafikkarte - Glaubenskrieg ist überflüssig

Der schnellste Grafikchip kommt nicht von AMD. Die Radeon Grafikkarten sind schon seit einigen Jahren weit abgeschlagen. Wer die maximale Grafikleistung haben möchte, kommt nicht um NVIDIA herum. Einen Glaubenskrieg zum über den Hersteller von Grafikkarten zu führen, macht hier wenig Sinn. Um im Kernbereich eines Gamingrechners, der 3D Grafik, Spitzenwerte erreichen zu können, führt kein Weg an einer GeForce RTX 4090 vorbei. Bei den Custom Designs der Hersteller gibt es einige Unterschiede, welche Auswirkung auf die Performance haben. Hersteller wie ASUS, MSI und Gigabyte bieten sogenannte OC Karten an. Bei diesen Karten takten die Grafikchips (GPUs) höher als bei den Referenzkarten von NVIDIA. Beim Betrieb über den Standardspezifikation muss auch wieder anständig gekühlt werden. Grafikkarten reagieren noch empfindlicher gegenüber Hitze als CPUs und takten bei nicht ausreichender Kühlung früher runter. Um diesem möglichst gut vorzubeugen wird eine Grafikkarte mit Wassserkühlung verwendet. Es gibt derzeit 2 Modelle zur Auswahl. Die GigaByte AORUS GeForce RTX 4090 XTREME WATERFORCE 24G und die ASUS ROG Strix LC GeForce RTX 4090 OC Grafikkarte. Von den Spezifikationen unterscheiden sich die beiden Karten so gut wie nicht und sollten am Ende gleich gute Leistung bringen. Beide Karten takten deutliche höher als das Referenzdesign und nutzen einen 3-fach Radiator, welcher an der Front des Gehäuses platziert werden kann. Die Karte von GigaByte ist etwas günstiger als das Pendant von ASUS. Beide Karten liegen preislich jedoch bei gut über 2000 EUR. Die Grafikkarte ist somit der teuerste Einzelposten des Gaming-Rechners. Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit dieser Karten nehmen wir die Karte von Gigabyte.

Die schnellste CPU für Desktop

Es steht außer Frage, dass die schnellste CPU für Desktop PCs am Markt hermuss. Hierbei handelt es sich um den Intel i9 14900. Doch aufgepasst! Diesen gibt es in unterschiedlichen Varianten. Hinzu kommt noch der 13900KS der zwar schon eine Generation älter ist, aber gleich schnell taktet:

  • 14900K - 24 Kerne mit bis zu 6,0 GHz und 32 Threads
  • 14900KF - 24 Kerne mit bis zu 6,0 GHz und 32 Threads. Er ist identisch mit dem 14900K, verfügt aber nicht über die on-Board Grafikkarte.
  • 13900KS - 24 Kerne mit bis zu 6,0 GHz und 32 Threads. Das S steht für Special Edition. 

Wir entscheiden uns für das Flaggschiff der aktuellen Generation ohne Grafikeinheit, den 14900KF. Durch die hohe Leistungsaufnahme entsteht unter Last auch viel Abwärme. Diese müssen wir effizient und idealerweise auch halbwegs leise abführen, damit der maximale Turbotakt von 6.0 GHz nicht durch erhöhte Temperaturen eingebremst wird. Hierfür nehmen wir eine Wasserkühlung, welche über Radiatoren an der Oberseite des Gehäuses die Wärme der CPU direkt nach außen und nach oben ableitet. Wir nehmen hierfür die Fractal Design Lumen S28 v2 mit extra großem Doppelradiator. Alle K-Editions von Intel verfügen zudem über die Möglichkeit der Übertaktung.

Mainboard - Welche Features sind wirklich notwendig?

Auf die Performance für das Gesamtsystem haben nicht alle Mainboard Features Einfluss. Hier zum teuersten Mainboard zu greifen, wäre ein Fehler. Es werden 3 primäre Ausstattungen benötigt, welche direkten Einfluss auf die angestrebte Performance haben. 

  1. Chipsatz - die aktuellste Variante, welche mit der CPU kompatibel ist: der Intel Z790
  2. RAM Unterstützung - wir setzten auf übertakteten DDR5 RAM mit geringer Latenz. Wir benötigen 2 Slots, welche X.M.P Profile mit höchstmöglicher Taktfrequenz erlauben
  3. Disk - mehrere M2. SSDs Slots mit RAID 0 Unterstützung

Punkt 1. ergibt sich aus der gewählten CPU. Warum die Punkte 2. und 3. wichtig sind, werden wir bei RAM und Disk-Konfiguration sehen. Andere Mainboard-Features, wie unterstützte PCIE Version für die Grafikkarte aufgrund des Chipsatzes bereits vorgegeben und müssen nicht separat betrachtet werden. Andere, wie z.B. Wi-Fi, LAN Anschlüsse, RGB Leuchten Support, etc. sind für die Performance nicht ausschlaggebend und können als erweiterte Ausstattung gesehen werden. Das Gigabyte GA-Z790 AORUS ELITE AX bietet die wichtigen benötigten Punkte bei einer recht guten Ausstattung. Alternativ kann das Gigabyte GA-Z790 AORUS ELITE X WIFI7 verwendet werden.

RAM - Eine Frage der Modulanzahl

Einfach nur viel RAM auf mehrere Module zu verteilen und das beste Preis-Leistung-Verhältnis einzukaufen, reicht leider nicht aus. Bedingt durch die Systemarchitektur des Chipsatzes und der CPU sind beim Z790 genau 2 RAM Module die schnellste Option. Diese können per Dual-Channel angesprochen werden und die Gesamtbandbreite muss nicht auf 4 oder mehr Module verteilt werden. Eine hohe Taktfrequenz und niedrige Latenzzeiten (Clock-Timings) sind ein weiteres und nicht zu vernachlässigendes Kriterium für das Maximum an Geschwindigkeit. Die maximal angegebene Taktfrequenzen von RAM werde nur durch Aktivieren des X.M.P (Extreme Memory Profile) und dem damit verbundenen Übertakten erreicht. Die Ausnutzung des teuer erkauften Potenzials verpufft, wenn entsprechenden Einstellung im BIOS des Mainboards nicht durchgeführt werden. Sonst läuft der teure DDR5 RAM mit z.B. 7600 MHz nur mit dem von Chipsatz als Standard vorgegebene 5600 MHz und ist damit unter Umständen langsamer als der deutlich günstigere DDR4 RAM. Übertakteter RAM ist oft auch die Ursache für die Instabilität eines Systems. Diese sollte zwingend mit einem Stabilitätstest geprüft werden. Manchmal kann es in Bezug auf Stabilität durchaus sinnvoll sein, den RAM etwas weniger zu übertakten.
Wir unser System kommt hochwertiger Arbeitsspeicher von Corsair oder Teamgroup. Auch bei Arbeitsspeicher der höchsten Performance ist die Verfügbarkeit wie bei Grafikkarten oft ein Problem. Wir konnten für den Test den Team T-Force DELTA 7600 CL36 im Kit zu 2x16GB ergattern. Nach Tests läuft dieser bei ca. 7200 MHz auch für längere Zeit stabil.  Hat man Glück und bekommt gute Module, sind auch höhere Taktraten möglich. Die 7200 MHz reichen und die geringe Latenz reichen aber für ein Top-Ranking im Benchmark sicherlich aus.

SSD - Wie schnell darf es sein?

Sind M2. NVMe SSDs von sich aus nicht schon genug? Mittlerweile gibt es schon recht schnelle SSDs. Eine Samsung 990 Pro erreicht eine Lesetransferrate von bis zu 7.450 MB/s und einer Schreibtransferrate von bis zu 6.900 MB/s sind schon eine echte Hausnummer. Wie wäre es jedoch, wenn man diese schon herausragende Performance noch mehr als verdoppeln könnte? Die Ladezeiten von Spielen würde sich nochmals merklich verkürzen und im Idealfall noch mehr als halbieren. Für den Performance-Boost können wir uns ein Performance RAID mit 3 M2. SDDs erstellen. Hierzu nehmen wir 3 baugleiche Samsung 990 Pro und bauen sie am Mainboard in die 3 M2 SSD Slots, welche für RAID Konfigurationen vorgesehen sind.  Danach wird das RAID im BIOS konfiguriert.  Als RAID 0 Stripe Size hat sich 64k in Tests als beste Performance herausgestellt. Die 3-fache Schreib- und Lesetransferrate der reinen Festplatten wird durch den PCI Bus und das Mainboard auf eine Lesetransferrate von sagenhaften bis zu 21.053 MB/s und einer Schreibtransferrate von bis zu 15.499 MB/s beschränkt. In den Benchmark-Ergebissen werden wir sehen, wo diese Werte tatsächlich liegen.

Netzteil - Der Stromverbrauch ist nicht gering

Zu guter Letzt fehlt noch ein Netzteil, welches die Komponenten mit ausreichendem Strom versorgt. Be Quiet! hat einen praktischen Netzteil-Kalkulator (https://www.bequiet.com/de/psucalculator/quick), mit dem man sehr einfach die notwendige Leistung ermitteln kann. Es muss auch beachtet werden, dass wir einige übertaktete Komponenten verbaut haben. Für die ausgewählten Komponenten benötigen wir mindestens ein Netzteil mit 1200W. Das Straight Power 11 1200W - Platinum sollte also perfekt geeignet sein.

Der fertige, superschnelle Zockerrechner

Nun werden alle, sorgfältig ausgesuchten Komponenten zusammengesetzt und BIOS die notwendige Konfiguration durchgeführt. Danach erfolgt die Installation des Betriebssystems, welches wir per bootfähigem USB-Stick installieren. Die Installation gelingt in weniger als 10 Sekunden. Natürlich muss noch die übliche Treiberinstallation und Konfiguration von Windows erfolgen. Danach können wir die ersten Spiele starten und die Benchmarks ausführen.

Benchmark-Ergebnisse

Nach dem Ausführen der Benchmarks steht eines fest.

CPU - An der Weltspitze - schneller als 99,8 Prozent aller Systeme

RAM - Solide in die Top 99% - mehr geht nur wenn Instabilität in Kauf genommen wird.

2D Grafik - Top Leistung

3D Grafik - Dank übertakteter RTX 4090 stellen wir alles in den Schatten. Unser System überragt die anderen RTX 4090 Karten. Schneller als 99,9 % aller PCs

Disk - Dank SSD RAID sind wir hier ganz vorne. Die echte Lesetransferrate von 13.910 MB/s ist wirklich ultimativ schnell.

Gesamtsystem - Ein grandioses Ergebnis! Unser PC ist schneller als 99,8 %. 

Wir haben in allen Disziplinen unsere Ziele erreicht und teilweise sogar übertroffen.

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Du hast nun über das Wissen, welche Komponenten du für einen richtig schnellen Gaming-Rechner benötigst. Du kannst dir jetzt die notwendigen Komponenten für ungefähr 4.500 EUR bei diversen Händler kaufen, den Rechner zusammen bauen und konfigurieren. Möchtest du direkt loslegen und den schnellsten Gaming-Rechner ohne weiteren Aufwand haben, so kannst du dir unseren CineGamer oder den XTremeGamer in der Ausführung Elite oder höher bestellen. Dieser wird fertig montiert, installiert und konfiguriert geliefert.
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